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Betrügerische E-Mails – Trojaner im Umlauf
Sonntag, 26. Oktober 2008 15:24
Gleich mit einer ganzen Serie betrügerischer E-Mails haben am Wochenende Unbekannte versucht, sich in die Computer ahnungsloser Nutzer einzuloggen und auf den Rechnern einen Trojaner zu installieren. Die unterfränkische Polizei warnt eindringlich vor diesen Mails und warnt vor den Gefahren im Online-Verkehr.
Die Masche, mit der die Täter dabei vorgehen, ist stets die gleiche. So geschehen auch im Raum Bad Kissingen/Bad Neustadt. Dort erhielten mehrere Internetnutzer am Samstag innerhalb weniger Stunden teils bis zu fünf E-Mails, in denen sie aufgefordert wurden, Geld an einen Suchservice aus Erlangen zu überweisen. Angeblich wären sie mit der Firma einen Jahresvertrag eingegangen. Gefordert wurden dabei Summen im Wert von einigen hundert Euro.
Inzwischen ist bekannt, dass es bundesweit bereits mehrere hundert gleichgelagerte Fälle gibt. Bei den massenhaft versandten Rechnungen handelt es sich durchweg um sogenannte “Dropper”, mit deren Hilfe der Empfängerrechner mit einem Trojaner verseucht werden soll. Um den Empfänger der Mail mit hoher Sicherheit zum Anklicken des versuchten Anhangs zu verleiten, werden die Mails als Rechnung oder gar wettbewerbsrechtliche Abmahnung getarnt und angeblich von namhaften Firmen verschickt.
Die genannten Firmen haben in keinem Fall etwas mit dem Virenversand zu tun. Der Versand der Mails erfolgt über ein “Botnetz”, das sind Rechner, die selbst von Trojanern verseucht wurden und ohne Wissen und Wollen des Besitzers zum Virenversand missbraucht werden. Überprüfungen der Absenderrechner haben dabei ergeben, dass die Mails aus allen Bereichen der Welt versandt werden (Rußland, Thailand, Niederlande, Deutschland).
Die aktuellen Fälle nimmt die Polizei nochmals zum Anlass, eindringlich auf die Gefahren solcher E-Mails hinzuweisen. Öffnen sie im Zweifelsfall, gerade wenn ihnen der Absender unbekannt ist, verdächtige Nachrichten gar nicht erst, sondern löschen sie diese lieber gleich. Darüber hinaus sollte die Herausgabe persönlicher Daten grundsätzlich nicht per E-Mail erfolgen.
Quelle Polizei Unterfranken
Thema: Sicherheit, Trojaner | Kommentare (0) | Autor: admin